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Die Lage von Roduchelstorf im Amt Schönberger-Land

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Gemeinde Roduchelstorf

Eine richtige Gemeinde bildeten die Dörfer Roduchelstorf, Rabensdorf („Dorf des Raven“) und Cordhagen zunächst noch nicht. So wurden sie einmal auf natürliche Weise, durch moorige Feuchtgebiete und einen Wald, den Papenhorst, voneinander getrennt. Ein Überrest der natürlichen Grenze ist als Knick, der quer über die Felder und spärlichen Reste des Handelsweges Richtung Rehna fährt, zu entdecken. Dies wird allerdings nur dem offenbart, der aufmerksam durch die wunderschöne Landschaft der Gemeinde Roduchelstorf streift.

Roduchelstorf


Auch eine Staatsgrenze zwischen Mecklenburg-Strelitz (Rabensdorf) und Mecklenburg-Schwerin (Roduchelstorf) trennte die Dörfer voneinander.
Als 1849/50 mit dem Bau einer Chaussee zwischen Lübeck und Schwerin begonnen wurde, änderten sich die Straßenführungen und auch die Dorfbilder auf dieser Strecke. Letztendlich wurde am 13. Oktober 1933 vom 8. Ordentlichen Landtag in Schwerin beschlossen, dass beide Mecklenburgs zusammengeschlossen werden sollten. Aus den Ämtern Grevesmühlen und Schönberg wurde der Kreis Schönberg. Die Bezirke Rostock und Schwerin entstanden 1952 durch die Verwaltungsreform.

Die drei Dörfer, zur Gemeinde Roduchelstorf zusammengelegt, gehörten nun zum Kreis Grevesmühlen und damit zum Bezirk Rostock.
Das Land entlang der Grenze zwischen Cordshagen und Roduchelstorf wurde nach und nach trockengelegt und bebaut.
Durch einen endgültigen Bürgerentscheid 1995 gab es die Bezeichnung Rabensdorf schließlich nicht mehr. Die Gemarkung Rabensdorf existiert nur noch als Flurkarte.
 
Die Attraktion der Gemeinde ist das älteste erhaltene Kossätenhaus (Kleinbauernstelle) Mecklenburg aus dem Jahre 1616.
Es sollte, in schon reichlich verfallenem Zustand, abgetragen und auf dem Museumsgelände in Klockenhagen bei Ribnitz wiederaufgebaut werden.
Heute steht das „Rauchhaus“ in seiner urtypischen Form, bewohnt und komplett mit originalen Baustoffen restauriert, immer noch an seinem angestammten Platz.

Bei Grabungsarbeiten, die 1997 im Zuge des Baues der A 20 auf der Höhe von Roduchelstorf vorgenommen wurden, fanden die Archäologen Überreste einer kaiserzeitlichen Siedlungsstätte (ca. 200 n. Z.). Außerdem wurde ein teilweise erhaltenes Skelett aus der Slawenzeit in einem so genannten Körpergrab gefunden. Mit hoher Wahrscheinlichkeit befinden sich noch weitere Fundplätze in näherer Umgebung des erschlossenen Gebietes.
In Roduchelstorf leben 256 Einwohner.