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Die Lage von Schönberg im Amt Schönberger-Land

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Stadt Schönberg

Im Jahr 1219 war Schönberg ein Bauerndorf mit zwölf Höfen, von denen bis 1945 acht erhalten blieben. Doch der rein dörfliche Charakter verlor sich schnell, als die Bischöfe von Ratzeburg ihre Residenz nach Schönberg verlegten und sich am Nordrand des Dorfes eine gut gesicherte Wasserburg errichteten, von der oberirdisch allerdings nichts erhalten ist. 

Stadt Schönberg


Bischöfliche Bedienstete und Handwerker siedelten sich an, sodass Schönberg bald nicht nur zum politischen, sondern auch zum wirtschaftlichen Mittelpunkt des Bistums Ratzeburg wurde. Nach der Reichseinigung von 1871 geriet Schönberg in den Sog der benachbarten Hansestadt Lübeck, was zum Zusammenbruch vor allem des produzierenden Handwerks führte. 1934 wurden die Ämter Grevesmühlen und Schönberg zum Kreis Schönberg zusammengeführt mit Sitz der Kreisverwaltung in Schönberg. Doch dem danach einsetzenden wirtschaftlichen Aufschwung setzte der Ausbruch des II. Weltkrieges ein rasches Ende, aus dem die Stadt unzerstört hervorging. 1949 verlor Schönberg den Kreisstadtstatus an das 20 km östlich gelegene Grevesmühlen. Durch seine Lage hart am so genannten Sperrgebiet, der Westgrenze der DDR, geriet die Stadt ins Abseits, lag buchstäblich am Rande einer Weiterentwicklung.

Nach der Wende ...

Nach der Wende erschlossen sich vollkommen neue Möglichkeiten, bedingt durch die günstige Lage zwischen Lübeck und Schwerin, und dem direkten Anschluss an die Ostseeautobahn A 20. Heute verfügt Schönberg über alle Schularten, Kindertagesstätten verschiedenster Träger, Bibliothek, Jugendclub und ein vielschichtiges Vereinsleben. Im März 2006 wurde die „Palmberg“-Halle eröffnet, die mit ihren drei Spielfeldern sowohl für den Schul- und Breitensport als auch für kulturelle Veranstaltungen für Verfügung steht.

Schönberg entdecken

Die Altstadt, auf deren höchsten Punkt die stattliche St. Laurentius-Kirche mit ihren Fresken aus dem 17. Jahrhundert liegt, hat sich den Charme einer typisch mecklenburgischen Kleinstadt bewahrt. Giebelhäuser mit Krüppelwalmen prägen mit vielen kleinen Läden die Straße der Altstadt, während der Marktplatz durch einige klassizistisch gestaltete Fassaden eine gewisse Großartigkeit inmitten der bescheidenen Nachbarn ausstrahlt. Ab Ende der sechziger Jahre entstand zwischen Lübecker und Dassower Straße ein neuer Stadtteil in Plattenbauweise. In unmittelbarer Nähe entstand eine weitere Wohnbebauung mit Ein- und Mehrfamilienhäusern. Das Rathaus, der heutige Sitz der Amtsverwaltung, wurde 1998 von Grund auf renoviert.

Das 1823 aus der Ratzeburger Domschule hervorgegangene Realgymnasium hatte später berühmte Männer wie Werner Siemens und Ernst Barlach als Schüler.

Aus welcher Richtung man auch nach Schönberg kommt, immer fährt man ins „Tal“ und sieht doch die Kirche auf dem „Schönen Berg“. Die Kirche wurde in der 1. Hälfte des 14. Jahrhunderts gebaut, nachdem der Bischof von Ratzeburg endgültig seinen Wohnsitz in Schönberg genommen hatte. Von der mittelalterlichen Ausstattung ist nur die bronzene Tauffünte erhalten geblieben, die 1357 in Lübeck gegossen wurde. Die historische Winzerorgel ist Anziehungspunkt für viele Besucher der Konzerte während der "Schönberger Sommermusiken“.

Das Volkskundemuseum der Stadt liegt im Schatten der Kirche an ihrer Südseite. Es befindet sich an der Stelle, auf der in einem Stadtplan von 1747 die Küsterschule eingezeichnet ist. Bis 1929 hat das schlichte Gebäude als Mädchenschule gedient. Im Innern des Hauses verbirgt sich eine der reichhaltigsten volkskundlichen Sammlungen Mecklenburg-Vorpommerns. Am südwestlichen Rande der Stadt liegt der Denkmalhof „Bechelsdorfer Schulzenhaus“. Errichtet in der 1. Hälfte des 16. Jahrhunderts, wurden beide Gebäude in den 60er Jahren nach Schönberg umgesetzt. Die beiden mächtigen Häuser, mit Rohr gedeckt, standen schon mehr als 100 Jahre, als der Dreißigjährige Krieg über Mecklenburg hinwegtobte. Zu besichtigen ist das Hallenhaus der Schulzen, das bis 1851 bewohnt war und auch die Einrichtung dieser Zeit zeigt. Öffnungszeiten:(1. Mai – 31. Oktober).

Auch in Malzow (Malsowe, „Ort des Malisa“) findet man weit zurückliegende Siedlungsspuren. Ein Urnenfeld links am Weg von der Chaussee zum Dorf stammt aus der Zeit um Christi Geburt. 1320 gehörte Retelsdorf zu den bischöflichen Tafelgütern. Eine Schule bestand von 1767 bis 1879. 1820 entstand die Landvogtei Rupensdorf; zu der insgesamt 19 Dörfer gehörten. Ältere Siedlungsspuren aus der Zeit um 400 n. Ch. sind durch Urnenfunde zwischen Sabow und Groß Siemz belegt.
In der Stadt Schönberg leben heute 4.559 Einwohner.